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Prominente brauchen ein strategisches Informationsmanagement von Otto Gantert Denkfabrik Gantert + Kollegen Berlin
Die meisten erfolgreichen und beliebten Politiker, Industriebosse und Showstars verdanken ihren Aufstieg einem Schatten, der verschiedene Namen trägt: Spindoctor, Strippenzieher, Vordenker, Ghostwriter, Coach, Souffleur, Schattenmann, Referent oder schlicht Berater". Oft werden "sie verächtlich einfach nur „Neger“ genannt.
Warum die Großen unserer Gesellschaft immer mehr auf ihre "Spezialisten" vertrauen, kann einleuchtend erklärt werden: In einer Gesellschaft, in der die Medien die öffentliche Meinung weitgehend beeinflusen, darf man öffentliches Auftreten nicht mehr dem Zufall überlassen. Dazu gehört der dramatische Rücktritt eines Politikers oder das reumütige Eingeständnis von Fehlverhalten. PR-Berater inszenieren den Ablauf. Die ”Biografien” der Prominenten werden Ghostwritern verfasst.
Umgekehrt ist es ebenso: Wer die Erfolgsleiter emporklettern möchte, braucht dazu die Medien, gleichgültig ob Politiker, Industrieller, Showstar oder Spitzensportler. Der Medienauftritt ist eine Aufgabe für Spezialisten. Wer dabei Fehler macht, wird gnadenlos „abgebügelt“, dafür stehen in der Politik Namen wie Scharping, Däubler-Gmelin, Klimmt usw. in der Wirtschaft beispielsweise Ron Sommer und im Showgeschäft Namen wie Margarete Schreinemaker, Rex Gildo, Karsten Speck, Naddel, Wolfgang Lippert. Sie sind Opfer der medialen Gnadenlosigkeit. Profis wissen dann auch, wie man ein Comeback inszeniert.
Wo lassen Sie denken? Gerhard Schröder hatte seinen Kanzleramtschef Steinmeier, Regierungssprecher Anda und andere. Kohl hatte seinen Fritzenkötter, seinen Boenisch und andere, Willy Brandt ließ manchmal von Günter Grass schreiben, Helmut Schmidt von Klaus Bölling. Es sind bzw. waren stets Medienprofis, die wussten, worauf es ankam. Dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker hat der Abgeordnete Friedbert Pflüger ”zugearbeitet”. Pflüger ist inzwischen Autor des gehässigen Anti-Kohl Buches ”Ehrenwort”, in welchem er das System angreift, dem er selbst angehört hat.
US-Präsident Richard Nixon hatte seinen (deutschstämmigen) Kissinger, der so gut war, dass man ihn zum US-Präsidenten machen wollte. Auch der russische Präsident Putin hat eine Vordenker-Truppe beschäftigt, doch einer hat besondere Bedeutung: German Gref, ein 37jähriger Russlanddeutscher. Gref ist ein ungeduldiger Schnelldenker und arbeitet für den Präsidenten am permanenten ”Plan für Russlands Zukunft”. Er hat eine Direktleitung zum Kreml und - ganz außergewöhnlich - Putins Handynummer.
Im Showbusiness, dem Refugium der Schönen, Berühmten und Reichen ist das nicht anders. Große Stars lassen sich ständig coachen. Ihre Biografien stammen meist vollinhaltlich vom Ghostwriter. Ein einziger Werbeslogan oder eine einzige Rede, ja ein einziger Satz kann zum Erfolg und zur Popularität führen (Beispiel: Wowereit) oder einen Sturz in den Abgrund auslösen (Beispiele: Däubler-Gmelin, oder früher Phillip Jenninger). Es gibt zahlreiche weitere Positiv- und Negativbeispiele aus Politik, Sport und Showgeschäft. Inhalt und Wirkung von Informationen oder Aussagen müssen professionell vorbereitet und gesteuert werden. Denn die Medien neigen immer mehr zu Vereinfachungen und Zuspitzungen oder zu völliger Ausblendung komplexer Sachinhalte. Daraus hat sich die Praxis der 10-Zeilen-Nachrichten in den Zeitungen und der 60-Sekunden-Meldungen im Fernsehen entwickelt. Inhalte sind kaum mehr gefragt, ”Highlights” werden bevorzugt.
Deshalb brauchen Politiker, Stars, Firmenbosse oder Verbandvorsitzende heute ein strategisches Informationsmanagement. Eine gute Adresse für solche Aufgaben ist seit über 15 Jahren die Berliner Denkfabrik Gantert + Kollegen (www.gantert.net). |